Offenbach gewinnt 28 Klimapaten – 6. Klimaschutzkonferenz motiviert zu eigenen Aktivitäten

Zahlreiche Offenbacherinnen und Offenbacher Bürger sowie Teilnehmer verschiedenster Interessengruppen aus Vereinen, Politik, Unternehmen und Schulen beteiligten sich an der 6. Klimaschutzkonferenz, die am 18. September im Sparda-Bank-Hessen-Stadion am Bieberer Berg stattfand. Insgesamt 58 Gäste kamen auf Einladung des Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz zum gemeinsamen Dialog über ihren alltäglichen Beitrag zum Schutz des Klimas. 

Gastgeberin und Amtsleiterin Heike Hollerbach freut sich, dass die Teilnehmer zum Thema „Klimaschutz & Klimaanpassung – Es ist sowieso schon zu spät, oder?“ im Klimacafé so aktiv und engagiert Maßnahmen erarbeitet haben. „Unsere Gäste sind sehr gut miteinander ins Gespräch gekommen und wir freuen uns besonders, dass wir 29 Klimapatinnen und Klimapaten – mehr als erwartet – gewinnen konnten.“ Klimapatin oder -pate präsentieren sich in der Klima. Schutz. Aktion öffentlich und setzen eigene Aktivitäten im Klimaschutz um. „Das Weitertragen des Gedankens, dass jede und jeder von uns etwas tun kann, ist das Entscheidende“, so Hollerbach.

Für den Magistrat begrüßte Stadtrat Wilfried Jungbluth die Teilnehmer in Vertretung von Bürgermeister Peter Schneider. Er sieht Offenbach auf einem guten Weg in Sachen Klimaschutz. Marco Peters vom Deutschen Institut für Urbanistik, der ebenfalls ein Grußwort sprach, betonte, dass der Klimaschutz „nicht abstrakt ist, nicht nur weit weg stattfindet, sondern auch hier, direkt bei uns“. Klimawandel betreffe jede Einzelne und jeden Einzelnen. Peters erinnerte daran, wie präsent der Klimawandel in den vergangenen Jahren geworden ist, wie das Klima seine Macht im Sommer 2013 gezeigt habe, als bei den Hochwasserkatastrophen in Deutschland und Mitteleuropa zahlreiche Menschen ums Leben kamen – oder an die Überschwemmungen in Hessen im vergangenen Sommer, etwa in Bad Schwalbach.

Bevor es nach den Begrüßungen in drei Klimacafé-Runden ging, hielt Soziologe Dr. Fritz Reusswig vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung einen Leitvortrag zum Thema „Klimawandel und wir!“. Er hob darin hervor, dass es gegen jeden Instinkt sei, dem Klimawandel tatenlos zuzusehen. Es gehe nicht nur um uns, sondern vor allem auch um Dritte, die durch unser Nichtstun zu Schaden kommen können. Die Macht zu handeln liege bei den Städten: „Wenn nur fünf bis zehn große Weltstädte etwas für den Klimaschutz tun würden, müssten die meisten afrikanischen Länder schon gar nichts mehr unternehmen.“

Den krönenden Abschluss der Veranstaltung bildete das Bild der Klimapaten mit ihren Patenbekundungen und Smileys für das Klima. Denn auch das war Thema im Klimacafé: Was zaubert Ihnen bei der Umsetzung von Klimaschutzaktivitäten ein Lächeln aufs Gesicht? Die Konferenz schloss mit dem Offenbacher Klimarap „Lasst uns heute was bewegen“ und dem Auftritt der Cheerleader des OFC, die Gäste setzen den Austausch untereinander im geselligen Beisammensein mit vegetarischem Essen und Apfelwein fort.

(hlwa)

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