Unsere Ideen für Bieber

Karlheinz Zoth

Karlheinz Zoth ist österreichischer Staatsbürger und wohnt seit 2014 in Offenbach-Bieber. 1987 hat es ihn nach Hessen geführt und er hat in Marburg an der Lahn Geographie, Soziologie und Wirtschaft studiert. Er kandidiert für die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung und zur Ausländerbeiratswahl 2021 auf jeweils Listenplatz 5 der Piraten Offenbach. Hier ist der Link zu seiner Vorstellung.

Bieber ist ein sehr liebenswerter Stadtteil von Offenbach, umgeben von Wiesen, Wäldern und zum Teil geschützter Natur. Es hat einen alten Ortskern, und seine historischen Ursprünge reichen in prähistorische Zeiten zurück (Wikipedia). Bieber hat traditionsreiche Vereine, kulturelle Einrichtungen, Industrie und Unternehmen und mehrere traditionelle Veranstaltungen.

In den letzten Jahrzehnten ist Bieber stark gewachsen. Neben dem alten Ortskern gibt es die Ortsteile Bieber-West, Bieber-Waldhof, und ein weiterer Ortsteil, Bieber-Nord, ist im Bau.

Als Bürger habe ich mich mit Bieber beschäftigt und sehe einige Maßnahmen, die ich wichtig finde und für die ich mich mit den PIRATEN starkmachen will.

Beteiligung vor Ort: Bürger beteiligen und Ortsbeirat in Bieber schaffen
Der Stellenwert Biebers als flächenmäßig und von der Einwohnerzahl her gesehen nach dem Zentrum größter Stadtteil in Offenbach, sollte durch einen eigenen Ortsbeirat wertgeschätzt werden. Wir PIRATEN treten daher für die Schaffung eines solchen Ortsbeirats für Bieber ein. Damit kann Politik und Mitbestimmung der Bürger direkter auf Stadtteilebene vermittelt werden.

Bieberer Bahnhof: Den Handlungsstillstand beenden
Seit Jahren beobachten wir alle den Verfall des Bieberer Bahnhofs. Während zum Beispiel in unserer Nachbarstadt Mühlheim der Bahnhof restauriert wurde und wieder genutzt wird, gibt es in Bieber nur Stillstand. Der Bieberer Bahnhof sollte seine alte Würde wieder bekommen und sinnvoller Verwendung zugeführt werden. Um den seit Jahren zu beobachtenden Handlungsstillstand zu überwinden, schlagen wir für den Bieberer Bahnhof eine Mediation vor, die allparteilich alle am dem Prozess beteiligten Stellen an einen Tisch holt. Ziel ist, eine für die Bieberer Bürger und den Eigentümer sinnvolle Lösung zu finden. Hierzu haben wir bereits berichtet (Bieberer Bahnhof ).

Verkehr für den Stadtteil und die Region: Verbesserung der regionalen ÖPNV-Anbindung
Die S-Bahn-Linie 2 von Bieber sollte bis Darmstadt verlängert werden. Bieber hat und auch der Ostkreis Offenbach haben diesen Anschluss verdient, der die Anbindung an die wichtige Stadt Darmstadt verbessert. Wir unterstützen die Voruntersuchung des RMV zur Verlängerung der S2 Bieber -Darmstadt und setzen uns für deren Verwirklichung ein. Auch die Frankfurter Rundschau hat dazu schon berichtet (S-Bahn S2).

Eine Besserung Aufenthaltsqualität: Mehr Sitzmöglichkeiten schaffen
Wir PIRATEN werden uns für die Schaffung von mehr Sitzgelegenheiten einsetzen. In Bieber sollen mehr Möglichkeiten zum Sitzen und Verweilen geschaffen werden, sodass sich Senioren, aber auch andere Personengruppen beim Gang zum Einkaufen oder bei ihrem Aufenthalt in der Freizeit im Stadtteil zwischendurch hinsetzen und erholen können.

Naturschutz in unserem Stadtteil: Gewässer und Streuobst
Nichts wertet einen Raum mehr auf als ein schönes fließendes Gewässer. Doch von unserer Bieber sehen wir im Stadtteilbild zu wenig. Der Fluß, der unserem schönen Stadtteil den Namen gegeben hat, sollte deshalb wieder freigelegt werden. Wir wollen die Möglichkeiten einer Wieder-Offenlegung der Bieber im Siedlungsgebiet erreichen. Durch die Renaturierung der Bieber soll die Attraktivität des Stadtteils und das Mikroklima im Stadtteil verbessert werden. Vor Ort haben wir eine Exkursion durchgeführt (Streifzug ) und im Frühjahr 2020 auch einen Biber in der Bieber gesichtet (Biber ).

Die Streuobstwiesen an Ober- und Käsmühle sollten unter der Aufsicht der Stadt interessierten Bürgern zur Verfügung gestellt werden. Auch privaten Besitzern, die den Pflegeaufwand nicht mehr leisten können, sollte die Stadt nach dem Maintaler Modell Hilfe leisten. In Maintal hilft ein „Arbeitskreis Streuobst“ allen Bürgerinnen und Bürgern auf vielfältige Art und Weise, Streuobstwiesen anzulegen und zu pflegen (Maintal Streuobstwiesen).

Umsichtige Entwicklung von Baugebieten: ganzheitlich denken
Bei der Planung und Entwicklung von Baugebieten legen wir in Bieber und der gesamten Stadt verstärkten Wert auf die Umwelt und Klimafolgenabschätzungen. Wichtig ist, dass die wichtigen Kaltluftschneisen in Bieber erhalten werden und der Aufwärmung der Stadt entgegengewirkt wird. Die gesamte Stadtentwicklung muss ganzheitlich durchdacht sein und die Zusammenhänge stärker berücksichtigt werden. Wir treten daher für eine vorrangige Nutzung von Nachverdichtungspotenzialen bei bestehenden Baugebieten ein, bevor neue Baugebiete auf der grünen Wiese zur Bebauung ausgewiesen werden.

Als Geograph möchte ich mein Wissen um ein ganzheitliches Denken und Planen einbringen. Ich werde mich für diese Ziele in unserem Stadtteil einsetzen und in einer Stadtverordnetenfraktion der PIRATEN unterstützen. Hierzu bitte ich Sie um Ihre tatkräftige Unterstützung und ihre Stimme:

Am 14. März 2021 PIRATEN wählen!

Beitragsbild: CC-BY-SA-2.0-DEFiles by User:Diba from de.wikipedia

Kapitulation vor dem Siedlungsdruck?

Helge Herget ist seit Jahren aktives Mitglied der Piraten Offenbach. In diesem Artikel präsentiert er seine persönliche Meinung zum Thema Bebauung in Bieber-Waldhof.

Im Jahr 2016 haben wir ja zugestimmt, dass unser Stadtverordneter in der CDU hospitiert und damit den Koalitionsvertrag akzeptiert. Dort steht auch, dass der Masterplan umgesetzt werden soll. In dem wird auch das potentielle Baugebiet Bieber/Waldhof benannt. 

Nach fast fünf Jahren weiß ich jetzt mehr darüber, und ich wäre nicht Pirat, wenn ich nicht meine Meinung überdenken und neu bilden würde: Ich bin gegen die Bebauung von Bieber-Waldhof.

Wir Piraten haben einen Erkundungsrundgang in dem potenziellen Baugebiet Bieber/Waldhof unternommen, zusammen mit der Bürgerinitiative „Bieber natürlich“

Die Bürgerinitiative hat sich sehr viel Mühe gegeben und uns viel Hintergrundwissen vorgetragen. So erfuhren wir viel über Mikroklima, Ökotope, Symbiosen, Wechselwirkungen zwischen benachbarten, aber unterschiedlichen Gebieten. Auch zu weiteren Themen haben wir Hintergründe und Zusammenhänge erfahren: Grundwasser und Feuchtgebiete, seltene Pflanzen, Vögel und Insekten und die Bedingungen für ihre Existenz in dem Gebiet, alte Eichen und andere Bäume, die Insektenvielfalt, die ein solcher Baum ermöglicht und die interessanten Symbiosen in ihrem Wurzelwerk. Wir waren positiv überrascht von ihrem umfänglichen und kenntnisreichen Wissen und von der tiefen emotionalen Verbundenheit mit dem naturbelassenen Gebiet.

Ich bin ja ein ewiger Offenbacher und glaube, mein Heimatumfeld gut zu kennen, aber auch mir haben sich viele neue Eindrücke und Erkenntnisse erschlossen. 

Der Klimawandel ist eins der drängendsten Probleme unserer Zeit. Inzwischen bewegt das viele Leute, und es finden auch wieder die Fridays-for-Future-Demos statt.

Die Umweltprobleme wie Erhitzung der Atmosphäre, das immer schnellere Artensterben, die Zerstörung der Biodiversität und viele mehr sind die Probleme der Zukunft, die wir unseren Kindern hinterlassen. Zwar kann sie letztlich nur die Weltgemeinschaft gemeinsam lösen. Aber das ist kein Grund, sie auf kommunaler Ebene zu ignorieren, denn auch kommunal können wir die Situation verschlimmern oder aufhalten.Die naturbelassenen Teile unseres Stadtgebietes sind kostbar: nicht nur als Naherholung für alle Bürger, sondern auch als Kaltluftschneisen und zur Pflege der Artenvielfalt. Auch wenn man nur einen Teil bebaut, wirkt das auf den Rest dieser Landschaft: Der Grünspecht verschwindet, wenn er keine Ameisen mehr findet, weil die Ameisennester mit einer Straße zubetoniert worden sind.

Das symbiotische Biotop um das Wurzelwerk einer Eiche wird nicht mehr funktionieren, wenn sich direkt daneben Häuser und Straßen befinden. Dann nützt es auch nicht mehr, die Eiche stehen zu lassen, sie wird in einigen Jahren verkümmern. Nicht ohne Grund gibt es eine Vorschrift, die das Mähen von Wiesen u.a. in Bieber-Waldhof betrifft, die dafür sorgen soll, Bestände von Tieren und Pflanzen zu erhalten (Broschüre des Amts für Umwelt, Energie und Klimaschutz: S. 16).

Im Vorwort dieser Broschüre schreibt der Bürgermeister a. D. Peter Schneider (Grüne): Die ‚Natur vor der Haustür‘ … zu bewahren und zu schützen, für uns und künftige Generationen, sollte uns darum stete Verpflichtung sein.“ Und in diesem Video verspricht er im Kommunalwahlkampf 2016, dass die Grünen auf keinen Fall einer Bebauung zustimmen würden: Leider haben aber auch die Grünen für die Bebauung gestimmt. Und ich habe mir jetzt auch meine Meinung gebildet.

Wärmebild der Stadt Offenbach von 2011
https://www.offenbach.de/medien/bindata/of/dir-11/Klimafunktionskarte_Offenbach_am_Main.pdf

Wenn man sich frühere Wärmebilder unserer Stadt anschaut, sieht man, dass es in Bieber vergleichsweise kühl ist. Das liegt an der Frischluftschneise, die durch die Natur im geplanten Baugebiet in Bieber-Waldhof erzeugt wird und die für ein günstiges Mikroklima in Bieber sorgt, siehe Bild: (Die Karte ist veraltet, denn inzwischen ist schon mehr gebaut worden, und einige Stadtteile sind jetzt wärmer.) Das Mikroklima ist wichtig für unser Wohlbefinden. Wir müssen Überwärmungsgebiete vermeiden. Auf dieser Seite der Stadt Offenbach findet man dazu interessante Erläuterungen. Es ist dringend notwendig, Kalt- und Frischluftentstehungsgebiete in Offenbach zu erhalten, dazu gehört auch das Gebiet in Bieber-Waldhof. Als Handlungsoptionen in dem Papier wird empfohlen, weitere bauliche Verdichtung möglichst zu vermeiden. 

Im Baugebiet Waldhof-West prallen zwei Interessenslagen frontal aufeinander: Einerseits ist das Gebiet eines der letzten intakten Ökosysteme in Offenbach. Man macht sich was vor, wenn man meint, dass man Restteile erhalten kann, denn auch wenn man kleine Reste stehen lässt, ändert sich ein Ökotop, wenn daneben gebaut und Fläche versiegelt wird. 

Andererseits will die Stadt weiter wachsen. 2015 wurde der Masterplan vorgestellt, in dem von einem weiteren Bevölkerungswachstum ausgegangen wird. Daraus kann man weiteren Wohnraumbedarf ableiten. Anfang 2014 betrug die Einwohnerzahl in unserer Stadt etwa 120.00 (Masterplan, S. 29). Er sieht vor, dass diese Zahl bis 2030 auf 130.000 steigen soll. Jetzt, 2020, haben wir aber schon eine Einwohnerzahl von rund 140.000. Auch bei der Wohnbebauung hat die Stadt ihre Planungen schon übererfüllt. Jeder sieht es ja überall: Überall sind neue Wohnungen entstanden und überall wird noch mehr gebaut und nachverdichtet, Baulücken werden geschlossen, Gebäude aufgestockt, Grünflächen zwischen Häusern bebaut und neue Baugebiete erschlossen. Mit der Schaffung von Wohnraum ist die Stadt also schon weit über ihr Soll hinausgeschossen. Der Masterplan zeigt, dass sich die Realität nicht an Pläne hält. 

Die Infrastruktur war schon die letzten Jahre überfordert. Die Nachverdichtung produziert neue Problemfelder, wenn wir uns das Senefelder Quartier anschauen und die permanente weitere Verdichtung in diesem Gebiet. Langt es da, Innenhöfe zu begrünen? Es fehlt noch an der adäquaten Menge von Schulen, Kindergärten, Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche und Seniorenheimen. 

Ich frage mich: Wie hoch sollen die Einwohnerzahlen noch steigen? Ist ein solches Wachstum, das ja alle Erwartungen sprengt, gut für unsere Stadt, die andererseits starken Restriktionen wegen der Siedlungsbeschränkung unterliegt? Bleibt unsere Stadt noch lebenswert, wenn die Hitze zwischen den Gebäuden steigt, Grün zwischen Häusern verschwindet, Naherholungsgebiete und naturbelassene Ökotope weiter reduziert werden? Welche Vorteile bringt in solches forciertes Wachstum? Überfordert es uns nicht? Wollen wir Bürger das? Woher kommt ein „Siedlungsdruck“, der die Lebensqualität weiter reduziert? Wo liegt die Grenze des Wachstums? Bei 180.000 oder gar 200.000 Einwohnern?

Eine beliebte Rechtfertigung heißt, wenn es um nachhaltige ökologische Projekte geht: „Das kostet Arbeitsplätze“. Und „Wir können dem Siedlungsdruck nicht widerstehen“. Aber warum? Ist ein Wachstum ohne Grenzen wirklich nötig, wenn es auf Kosten einer lebenswerten Stadt und der Zukunft der Natur und des Klimas geht?

Die Stadt und somit die Stadtverordneten müssen festlegen, wohin es noch gehen soll und wie viel die Stadt will und verträgt. Ansonsten wird sie ewig die Getriebene sein. Und ökonomische Interessen werden weiterhin die Ökologie plattmachen. Was für eine Welt wollen wir unseren Kindern vererben?

Ich habe mir meine Meinung gebildet und werde mich für eine lebenswerte Stadt einsetzen. Forderungen nach Bewahrung der Natur und der Eindämmung des Klimawandels sollte man nicht nur auf Demonstrationen vertreten. Ich bin gegen die Bebauung von Bieber-Waldhof und werde mich da engagieren. Ebenso an anderen wichtigen Orten wie z. B. in der Nähe der Obermühle, wo die Bieber schon längst renaturiert gehört hätte.

Besuch bei NATÜRlich Bieber-Waldhof

Bei unserem letzten Stammtisch sind wir mit der Bürgerinitiative NATÜRlich Bieber-Waldhof durch die Natur gestreift. Diese Bürgerinitative wehrt sich gegen Pläne, ein Gebiet in Bieber-Waldhof zu bebauen. Wir haben uns für die Gründe dieser Opposition interessiert und die Bürgerinitiative besucht.

Zunächst möchten wir uns sehr herzlich bedanken für die Mühe, die sich die vielen Vertreter der BI gegeben haben: Wir haben einen Spaziergang durch das Gelände gemacht und dort sehr viel über die Natur, Ökologie, Pflanzen, Tiere, Habitate, Symbiosen, Mikroklima, Frischluftschneisen und Ökosystme gelernt.

Nun studieren wir die Hintergründe genauer, nicht nur die Ökologie, sondern auch die Planungen der Stadt, die Begründungen für das weitere Wachstum und die Finanzierung. Hierzu werden wir demnächst noch mehr schreiben.

Lageplan des Gebiets (aus der Broschüre der Stadt zum Ideenwettbeserb)

Bürgerbeteiligung in der Entwicklung von Bieber und Bürgel

Die Frankfurter Rundschau berichtet Erfreuliches: Die Stadt Offenbach hat Fördermittel bekommen, mit denen die Zentren der Stadtteile Bieber und Bürgel entwickelt werden sollen. Dafür sind die Bürger eingeladen, an Konzepten mitzuwirken.

Am Mittwoch, den 20. Juli von 17:30 – 19:30 findet ein erstes Treffen mit interessierten Bürgern statt, an Infoständen am Ostendplatz.

Wir Piraten beteiligen uns an dem Verfahren. Die Stadtteilentwicklung in Offenbach liegt uns am Herzen, ebenso die Bürgerbeteiligung.

Wir laden alle Interessierten ein, uns ihre Fragen und Anregungen mitzuteilen, hier auf dieser Seite oder per E-mail an unseren Vorstand: vorstand@piratenpartei-offenbach.de

Ein Biber in der Bieber in Bieber!

Gestern hat ja unser Stammtisch in Bieber stattgefunden. Wir bedanken uns noch mal ganz herzlich bei Simone Roters, die uns auf unserem Naturstreifzug begleitet und uns auf viele Pflanzen und Naturphänomene aufmerksam gemacht hat. (Naturstreifzug) Beinahe wären wir nass geworden, aber das Gewitter hat doch noch in letzter Minute einen Bogen um uns herum gemacht. Das war gut für unsere Veranstaltung und schlecht für die Natur in Bieber, die Wasser dringend nötig hat.

Und damit sind wir beim Thema: Wir haben einen fleißigen Helfer bei der Renaturierung getroffen, der genau wie wir auf Streifzug war. Und zwar einen echten Biber!!! Siehe Foto! Das ist neu, bisher hieß es, es gäbe dort noch keine. Der Kollege hat sich dann aber wieder sehr schnell versteckt.

Wir nehmen das als Anlass zu fragen, wie lange es mit der Renaturierung noch dauert, denn beschlossen wurde das ja schon 2016.

Und hier noch ein paar Fotos von unserem Streifzug und dem anschließenden vegetarischen Grill:

Baldrian
Man sieht an der Vegetation, dass hier noch feucht ist.
viel Baldrian
Bach im Süden
Gräser
wir müssen Simone fragen, wie diese Blume noch mal heißt
Stumrschäden und Trockenheit
viele Ameisenhaufen
hier haben Kinder gespielt: Später gehören Naturerlebnisse zu den schönsten Kindheitserinnerungen.
Entengrütze in der Bieber
Baum und Bach
Brombeeren überall
Grillpfanne vegetarisch
es war schon dunkel, aber immer noch nicht Feierabend

Renaturierung des Bieberbachs? Gemeinsamer Naturstreifzug in Bieber mit dem Verein Erdwissen e.V.

In den letzten Monaten hat dieser Stammtisch nur online als Videokonferenz stattgefunden. Aber nun sind die Regeln ja wieder etwas gelockert, und wir dachten an einen Spaziergang draußen, wo die Ansteckungsgefahr ja viel geringer ist. Wir freuen uns sehr, dass wir von Simone Roters vom Verein Erdwissen e.V. begleitet werden.

Unser Thema ist der Bieberbach in Bieber und die schöne Natur rundherum! Dort ist ein Naherholungsgebiet für uns Offenbacher, und bei schönem Wetter trifft man viele Spaziergänger, Jogger und Radfahrer. Wir werden über Tiere und Pflanzen, wilde Orchideen, Biotope, Bienen, Streuobstwiesen, Renaturierung, Gärten, Naherholung und die Offenbacher Stadtpolitik reden.

Leider ist der Bieberbach vor Jahrzehnten begradigt worden, und dies soll rückgängig gemacht werden. Schon 2016 hat es einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung gegeben,den Bach zu renaturieren, aber leider ist bis heute nichts passiert.

Geplante Renaturierung der Bieber, Quelle: pio.offenbach.de Der lila Pfeil zeigt den Treffpunkt für unseren Streifzug
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist DSCF2771-800x533.jpg

Unser Treffpunkt nächsten Freitag, den 26.06.2020, 19:00 Uhr, ist die kleine Wegkreuzung in der Nähe des Bachs, wo früher die Pferdekoppel war, siehe Pfeil auf dem Bild. Die Obermühle ist nicht weit.

Ist der Bieberer Bahnhof noch zu retten?

Die Bieberer und viele Offenbacher kennen den Bieberer Bahnhof! Sein Anblick schmerzt: Das Dach hat Löcher, durch die es hineinregnet, Fenster sind zerschlagen, der Wind rüttelt an den Fetzen einer Plane auf dem Dach, Müll ist über den Zaun geschmissen und wir fürchten, dass das ganze, ehemals so hübsche Gebäude zusammenstürzen wird, wenn es so weiter geht. Seit 12 Jahren ist der Bieberer Bahnhof in Privatbesitz, aber nichts wird renoviert. Der Besitzer und die Stadt streiten sich, die Fronten sind verhärtet. Nachzulesen ist das alles hier: FR Dezember 2019, OF-Post März 2019, OF-Post Januar 2016, OF-Post Februar 2013, FR Februar 2010,

Nun hängt ein Plakat am Zaun vor dem Bahnhof. Es zeigt den hübschen Zwilling des Bieberer Gebäudes, den Heusenstammer Bahnhof. Der ist gut renoviert, beherbergt eine Gastwirtschaft und wird genutzt. Wie schön wäre es, wenn der Bieberer Bahnhof auch genutzt würde, vielleicht mit einem Biergarten, einem Restaurant, einem Veranstaltungsort oder mit Büros.

Mit diesem Thema wollen wir uns bei unserem nächsten Stammtisch beschäftigen. Zu Beginn wird uns Domink Mangelmann, Vorsitzender des Offenbacher Denkmalbeirats, die Hintergründe erläutern. Wir haben auch Nina Kirschke vom Landesamt für Denkmalpflege eingeladen und hoffen, dass sie sich zuschalten wird. In diesen Zeiten findet unser Stammtisch natürlich wie immer digital statt.

Alle interessierten Bieberer und Offenbacher Bürger sind herzlich eingeladen, über die Zukunft des Bieberer Bahnhofes mitzudiskutieren und vielleicht Lösungsmöglichkeiten anzustoßen.

Bitte holt Euch ein Getränk, klickt am Freitag, den 29. Mai, 19:00 Uhr auf diesen Link, stoßt mit uns an und diskutiert mit. (Jitsi-Server der Piratenpartei Hessen)

Klima.Schutz.Aktion kommt nach Bieber

Nachdem die Haus-zu-Haus-Beratung in vier Stadtteilen und die Energieeffizienzberatung in zwei Gewerbegebieten angeboten wurden, führt das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz beide Projekte im kommenden Winter 2014/15 für den Stadtteil Bieber zusammen. Dort soll das Energieberatungsangebot sogar noch erweitert werden. Für jede Einwohnerin und jeden Einwohner in Bieber gibt es mindestens einen Beratungsbaustein, an dem er oder sie sich über Energieeinsparung und Energieeffizienz informieren kann.

Für die unterschiedlichsten Zielgruppen, wie Mieter, Vermieter, Hausbesitzer kleiner oder größerer Häuser, Wohneigentümer oder Gewerbetreibende wird eine kostenlose Energieberatung angeboten. Dies geschieht für Ein- und Zweifamilienhäuser und Firmen flächendeckend durch die Haus-zu-Haus-Beratung und die Energieeffizienzberatung. Für alle weiteren Zielgruppen gibt es auf sie zugeschnittene Vortrags- und Gesprächsabende mit Fachthemen und eine zweistündige kostenlose Vor-Ort-Energieberatung für die ersten zehn Interessenten aus jeder Zielgruppe, die sich beim Umweltamt melden.

Amtsleiterin Heike Hollerbach: „Um interessierte Bürgerinnen und Bürger und Vereine aus Bieber einzubinden, haben wir eine Einladung zu einer Gesprächsrunde Ende September zur Vorbereitung der Aktion bereits verschickt. Wir möchten im Vorfeld gerne die Wünsche und Erwartungen kennenlernen, um das Beratungsangebot daran anzupassen und die Akteure vor Ort einzubinden.“

Als Auftaktveranstaltung wird das 12. Energieforum der Energiesparaktion Offenbach am 4. November 2014 in Bieber im Pfarrsaal von St. Nikolaus um 19 Uhr stattfinden. Dort wird die KLIMA.SCHUTZ.AKTION! vorgestellt. Die Fachvorträge behandeln die Themen „E-Mobilität für Privatpersonen und Gewerbe“ und „Gebäudedämmung von alten Gebäuden – Innen- oder Außendämmung?“ Nach den Vorträgen gibt es Gelegenheit, sich bei den Fachhandwerkern der Energiesparinitiative zu informieren. Die Ausstellung der Hessischen Energiesparaktion zum Thema Dachdämmung wird unterstützt durch die Dachdeckerinnung und von den Fachhandwerkern erläutert.

Informationen zur KLIMA.SCHUTZ.AKTION! in Bieber erhalten Interessierte beim Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz unter der Telefonnummer 069 8065-2557 oder per E-Mail an umweltamt@offenbach.de

(hlwa)

Weg frei für kleine Klimaschützer: Grundschüler sammeln Meilen zum Schutz des Weltklimas

Die Schülerinnen und Schüler der Grundschulen Bieber und Buchhügel machen es vor: Jeder kann etwas für den Klimaschutz tun. So sammeln die beiden Schulen grüne Meilen zum Schutz des Weltklimas.

Die Kinder nehmen teil an der Kindermeilen-Kampagne und erledigen in der Aktionswoche vom 22. bis 28. September ihre Wege zu Fuß, mit Bus, mit Fahrrad oder Roller und sammeln so fleißig Aufkleber in ihrem Meilen-Stickerheft. Und auch im Unterricht sind nachhaltige Mobilität und Klimaschutz ein besonderes Thema. Gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern werden zum Beispiel grüne Pappfüße gebastelt, auf die die Schülerinnen und Schüler ihre Wünsche und Forderungen an die Klimapolitiker schreiben.

Alle gesammelten Meilen und die Basteleien werden am Ende der Aktion Bürgermeister Peter Schneider übergeben, der dann die Wunschfüße auf die Reise zur im Dezember 2014 in Lima, Peru stattfindenden UN-Klimakonferenz schickt. So steht ganz klar fest: „Wir Kleinen tun etwas! Und was macht Ihr Großen?!“

Die Stadt Offenbach macht dieses Jahr erstmalig bei der europaweit laufenden Kindermeilen-Kampagne des Klima-Bündnisses mit. Die engagiertesten Klassen werden am Ende vom Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz prämiert. Der Schule Bieber und der Grundschule Buchhügel winken also tolle Preise für noch mehr Mobi-Spaß. Und Heike Hollerbach, vom Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz, verrät jetzt schon: „Auch nächstes Jahr können wieder Meilen gesammelt werden. Die Kindermeilen-Kampagne wird nun jährlich für alle Kindergärten, Schulen und Sportvereine in Offenbach stattfinden. Alle Kinder sind eingeladen, mit viel Spaß und Bewegung als, „Kleine Klimaschützer unterwegs! zu sein.“

Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr: 161 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2), davon werden allein 149 Millionen im Straßenverkehr ausgestoßen. Bereits 7,5 Mio. Tonnen CO2 ließen sich vermeiden, wenn nur etwa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden. Dies trifft auf fast alle Schulwege zu. Durch einen Schulweg ohne Auto werden die Kinder somit nicht nur zu kleinen Klimaschützern, sondern „als Bonus“ auch noch gesünder, ausgeglichener und selbstständiger.

(hlwa)