Schuldigitalisierung: Das Beispiel Käthe-Kollwitz-Schule in Offenbach

von Valentin Ott und Annette Schaper-Herget

Digitalpakt: noch nicht wirksam genug in der Krise

In Offenbach haben die Schulen kürzlich wieder vorsichtig geöffnet, nach einer langen Phase, in der sie komplett geschlossen waren. Viele Schulen hat es kalt erwischt, denn sie waren auf diese Situation nicht vorbereitet. Einerseits geht es darum, Ansteckungsrisiken zu minimieren, andererseits haben Kinder ein Recht auf Bildung. Schulen und Lehrer*innen bemühen sich um digitalen Ersatz. Schon vor der Krise wurde der „Digitalpakt“ der Bundesregierung ins Leben gerufen, der die Digitalisierung an den Schulen fördern soll. Allerdings sind bisher die Angebote des Digitalpaktes oft unzureichend abgerufen worden, nicht zuletzt, weil sie mit hohem bürokratischem Aufwand verbunden sind. Dies rächt sich zur Zeit. Es gibt große Unterschiede zwischen verschiedenen Schulen in ihren Möglichkeiten, digitale Angebote bereitzustellen.

Wir PIRATEN halten digitale Bildung nicht nur wegen der Corona-Krise für wichtig. Unsere Arbeitswelt ist jetzt schon stark durch digitale Kommunikation geprägt, und digitale Kompetenz ist essenziell für die Zukunft unserer Kinder. An vielen Schulen hat auch heute die IT einen schlechten Stand, vor allem bei der Personalausstattung, bei den Finanzen, der zeitlichen Belastung der Lehrerinnen, Lehrer und Betreuer*innen sowie der Software. Die Situation an Offenbachs Schulen ist sehr uneinheitlich.

Ideen aus Offenbach: Käthe-Kollwitz-Schule

In diesem Beitrag schauen wir uns die Bemühungen der Käthe-Kollwitz-Schule in Offenbach an.

Die Käthe-Kollwitz-Schule ist eine Berufsschule, die verschiedene Ausbildungszweige unter ihrem Dach vereint. 100 Lehrkräfte unterrichten rund 1300 Schüler*innen in verschiedenen Schulformen. Vor Kurzem wurde die Schule saniert. Sie hat dies zum Anlass genommen, ihre Digitalisierung voranzutreiben, mit dem ehrgeizigen Plan, danach die beste digitale Infrastruktur aller Offenbacher Schulen zu haben und ist nun die wohl am besten digital ausgestattete Schule in Offenbach.

Für die Beantragung von Fördermitteln aus dem Digitalpakt muss eine Schule zunächst ein Medienbildungskonzept erstellen, das die Basis des Antrags darstellt. Dies erfordert einigen Aufwand, aber eine Gruppe Lehrkräfte der Käthe-Kollwitz-Schule hat ein solches Konzept erstellt, das künftig umgesetzt werden soll.

Valentin Ott, ein Lehrer der KKS, erläutert:

„In vielen Klassenräumen hat die Schule Active/ bzw. Smart-Boards installiert. Die mit Touch-Screen ausgestatteten Multi-Funktionstools kosten jeweils viele Tausende Euro, bieten dafür jedoch viele weitere Möglichkeiten neben der simplen Nutzung als Tafel. Vom spontanen Recherchieren im Internet, dem Abspielen von Videos, dem Nutzen als Plattform für Präsentationen oder Ausgaben von interaktiven Quiz bieten diese Boards sehr viele Möglichkeiten den Schulalltag ansprechend digital zu gestalten.“

„Doch die Geräte allein reichen nicht aus. In den Klassenräumen soll breitflächig WLAN eingeführt werden. Weiterhin verfügt die Schule über eine Steuergruppe, die sich mit der Einführung der digitalen Medien an der Schule befasst. Diese hat im Februar 2020 zu einem pädagogischen Tag eingeladen, der sich dem Thema moderner Medien in der Schule gewidmet ha. Neben einem Einführungsreferat zum Thema wurde der Tag genutzt, um das Kollegium durch Workshops in die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten digitaler Medien einzuführen und vertraut zu machen. Darüber hinaus wurden auch das Medienbildungskonzept der Schule und Lernziele und angestrebte Kompetenzen der Schüler*innen vorgestellt und diskutiert. Die Workshops hat Lust auf mehr gemacht und Hemmschwellen im Kollegium abgebaut. Es war eine glückliche Fügung, dass dieser Termin gerade noch vor der Corona-Krise stattgefunden hat, denn einige Tipps konnten wir so in der Coronazeit direkt mit den Schülerinnen und Schülern umsetzen.“

„Jede Schulform der KKS Schule von Schneider*innen, über Erzieher*innen bis Körperpflege, soll nun einen Pool von Ideen anlegen, wie der Unterricht von digitalen Medien begleitet werden kann. So ist es gewährleistet, dass die Digitalisierung auch wirklich Einzug in den Unterricht erhält. Regelmäßige Fortbildungen sind außerdem wünschenswert, damit die Digitalisierung eine nachhaltige Entwicklung ist und an der Schule gelebt wird.“

„Während der Schulschließungen haben sich viele Lehrkräfte mit Zoom-Konferenzen, Google-Docs, OneDrive, Moodle, Emails oder Messenger beholfen, um die Schüler*innen durch digitalen Fernunterricht zu betreuen. Trotzdem sind einige Schüler*innen abgetaucht und es ist nicht gelungen, wieder Kontakt herzustellen.“

Konzepte für digitalen Fernunterricht sind notwendig

Längerfristig ist es wichtig, eigene Strukturen und Lernplattformen zu schaffen. Diese müssen niederschwellig zugänglich und kompatibel mit verschiedenen Systemen und Open Source sein. Lehrkräfte und Schüler*innen müssen verschiedene Inhalte, also Dateien, Fotos, Videos, Anmerkungen und vieles mehr hochladen und miteinander teilen können. Die Verantwortung für die technische Ausstattung darf nicht auf die Eltern abgewälzt werden. Gerade in Offenbach mit seiner komplexen Sozialstruktur und vielen bildungsfernen Familien muss dafür gesorgt werden, dass jedem Kind ein Gerät zur Verfügung gestellt werden kann. Kinder müssen jederzeit die Lehrkräfte um Rat fragen können, denn Eltern sind damit manchmal überfordert, und dies würde die Bildungsungerechtigkeit noch verstärken.

Die Digitalisierung der Schulen steht noch ganz am Anfang. Anträgstellung an den Digitalpakt kostet Zeit und Mühe, und für die Entwicklung eines Medienbildungskonzepts sind digitale Vorkenntnisse erforderlich.

Durch die Pandemie hat es einen Motivationsschub für Digitalisierung der Bildung gegeben, der jetzt nicht wieder abebben darf.

Wir PIRATEN haben uns schon seit Langem für die Digitalisierung der Bildung eingesetzt. Wir halten die Bemühungen der Käthe-Kollwitz-Schule für ein motivierendes Beispiel und wünschen uns für die anderen Offenbacher Schulen ähnliche Erfolge. Wir fänden es sinnvoll, wenn sich die Schulen gegenseitig beraten, helfen und auch gemeinsame Konzepte entwickeln würden. Dazu gehört auch gegenseitige Hilfe bei der Antragstellung für finanzielle Mittel. Die Bundesregierung fordern wir auf, den Antragsprozess zu vereinfachen und möglichst unbürokratisch zu gestalten. Auch nach der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts wird die digitale Bildung ein immer wichtigeres Thema werden.

Digitale Bildung: Stammtischthema am 1. November

Unser nächster Stammtisch wird sich dem Thema „digitale Bildung“ bilden. Wir haben wieder einen Gast, Adrian Nöthlich aus Karlsruhe, der uns einen Impulsvortrag zum Thema „Die (Nicht-)Digitalisierung der Schulen“ halten wird. Wir alle haben ältere oder neuere Erinnerungen an unsere Schule, und wir alle sehen die Notwendigkeit, uns und unsere Mitbürger digital fortzubilden.

Adrian ist Pirat und Informatik-Student aus Karlsruhe und Teil der PiratenIT. Er ist außerdem Admin in seinem Wohnheim mit Fokus auf Infrastruktur und Mailserver. Von der 6. bis zur 12. Klasse war er erst AG-Mitglied, dann ehrenamtlicher und später noch hauptverantwortlicher Systemadmin in seiner Schule. Zwischen der Schule und dem Studium hat er ein Praktikum in der IT seines früheren Wohnorts absolviert und den WLAN-Vollausbau und die Umrüstung auf Gigabit netzintern unterstützt.

Adrian sieht viele Probleme, die für den schlechten Stand der IT in Deutschlands Schulen zumindest teilweise ursächlich sind, vor allem bei der Personalausstattung, bei den Finanzen, der zeitliche Belastung und der Software. Er wird uns Lösungsvorschläge vortragen, die wir anschließend diskutieren wollen.

Es wäre toll, wenn wir auch Besuch von Lehrern und Schülern bekämen.

Pressemitteilung: Bericht bekräftigt die Forderung der Piratenpartei nach einem weiteren Gymnasium in Offenbach

In dem Bericht des Schulamtes, der in der Sitzung des Ausschusses für Kultur Schule und Sport am Montag vorgestellt wurde, ist eine Bedarfsschätzung an weiteren Klassenräumen bis zum Schuljahr 2020/21 aufgeführt. Dabei wurden die schon beschlossenen Neubauprojekte berücksichtig, nicht aber die ab dem Jahr 2017 möglichen Zuweisungen an Flüchtlingen. Der Bericht spricht von einem Mehrbedarf von 14 weiteren Grundschulklassen und 23 Klassen in der Sekundarstufe II.

Gregory Engels, Fraktionsvorsitzender und Spitzenkandidat der Piraten in Offenbach: «Offenbach braucht ein neues Gymnasium, am besten als eine Kooperative Gesamtschule (KGS). Es kann nicht sein, das der Magistrat lieber 8 Container-Klassen auf dem Schulhof der Albert Schweitzer Schule aufstellen möchte, als mit den Planungen für eine neue Schule zügig anzufangen. Schliesslich dauert so eine Planung mindestens 5 Jahre, bis dahin sind uns die bestehenden Schulen schon aus allen Nähten geplatzt»

Die Piraten haben schon im vergangen Jahr gefordert, mit den Planungen für ein weiteres Gymnasium in Offenbach zu beginnen. Diese Forderung findet sich nun in ihrem Wahlprogramm   wieder. Der im Ausschuss vorgestellte Bericht unterstreicht nun die Dringlichkeit der Forderungen der Piratenpartei.

Kinder-Kulturrallye in den Osterferien hat noch Plätze frei

Die fünfte Offenbacher Kinder-Kulturrallye bietet unter dem Motto „Meine Welt in Offenbach“ eine Woche abwechslungsreicher Kreativ- und Kulturerlebnisse. Für diese Veranstaltung gibt es noch freie Plätze.

In der ersten Osterferienwoche 2015 veranstaltet die Stadt Offenbach die fünfte Offenbacher Kinder-Kulturrallye. Eingeladen sind Jungen und Mädchen im Alter von 9 bis 13 Jahren. Für schnellentschlossene Interessenten stehen noch einige freie Plätze zur Verfügung. Kinder lernen während der Woche spielerisch in Form von Erkundungstouren verschiedene kulturelle Orte Offenbachs und deren Möglichkeiten kennen.

In Workshops zum Thema „Meine Welt in Offenbach“ werden sie dabei selbst kreativ-künstlerisch tätig. Die Palette der Möglichkeiten reicht von Theaterspiel und Videotechnik über Musikmachen bis hin zu Lese-, Mal- und Bastelaktionen sowie zur Stadtrallye, bei der nach dem Mittagsimbiss mit den Kindern gemeinsam die Gegend erkundet wird Von Montag, 30. März, bis Donnerstag, den 2. April 2015 finden die täglichen Workshops in der Zeit von 9 bis 15 Uhr statt.

Zum Abschluss der Woche gibt es dann außerdem am 2. Oktober ab 15 Uhr im KJK Sandgasse 26 eine Ergebnispräsentation, zu der auch Eltern, Geschwister und Freunde herzlich eingeladen sind. Bei allen Workshops sind Vorerfahrungen nicht notwendig. Einzige Voraussetzung ist die Lust, sich auf Neues einzulassen und Spaß am kreativen Experimentieren. Die Kinder-Kulturrallye startet am Montag, den 30.3.2015 um 9 Uhr im Mehrgenerationenhaus KJK Sandgasse 26 im Veranstaltungsraum. Nach der Begrüßung und der Vorstellung des Wochenablaufs bieten die Medien-Etage und das Jugendkulturbüro des KJK Sandgasse diverse Schnupper-Workshops mit den Schwerpunkten Videotricks, Hip Hop, Tanz und Theater an.

Nach dem Mittagsimbiss werden die Kinder jeden Tag noch auf Erkundungstour in der Umgebung gehen um die Fragen der Stadtrallye zu beantworten. Die nächste Rallyestation ist am Dienstag, den 31.3.2015 das Deutsche Ledermuseum, wo unter fachlicher Anleitung Schattenfiguren hergestellt werden. Am Mittwoch, den 1.4.2015 geht es dann gemeinsam zur Kinder- und Jugendfarm wo wir das „Farmleben mit den Tieren“ kennenlernen. Am Donnerstag, den 2.4.2015 führt die Kulturerlebnis-Tour in die Kinder- und Jugendbibliothek und die Jugendkunstschule bis 13 Uhr abschließend finden dann im KJK Sandgasse nach einem Imbiss die letzten Vorbereitungen für die Abschlusspräsentation der Woche statt, die mittags um 15:00 Uhr beginnt.

images kinderkultur Hierzu sind besonders auch Eltern, Geschwister und Freunde der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich eingeladen. Insgesamt können maximal 25 Kinder an der Kulturrallye teilnehmen. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl sollten sich interessierte Kinder möglichst schnell beim Jugendkulturbüro anmelden. Hier gibt es weitere Informationen und den Veranstaltungsflyer. Anmeldeschluss ist der 26.2.2015. Der Unkostenbeitrag für die 4 Tage beträgt 8 € für den Mittagsimbiss. Ansprechpartner sind: Kai Reubig, Markus Franz oder Claudia Weigmann-Koch , Tel. 069/8065-3969 oder per Email unter kulturbuero@jugendamt-of.de . (hlwa)

Finissage mit Führung durch die Ausstellung „1914-2014: Offenbach und der Beginn des Ersten Weltkrieges“

Zur Finissage der Ausstellung „1914 – 2014: Offenbach und der Beginn des Ersten Weltkrieges“ führt am Mittwoch 25. März, 19 Uhr, die Kuratorin Gabriela Schlick-Bamberger durch den Lesesaal des Stadtarchivs, Herrnstraße 61, um die Exponate zu erläutern.

Der Eintritt des Deutschen Reiches in den Ersten Weltkrieg am 1. August 1914 wurde auch in Offenbach euphorisch gefeiert, schließlich herrschte die Meinung vor, das Kriegsgeschehen werde nur von kurzer Dauer sein. Dass die Auseinandersetzungen stattdessen bis 1918 andauern und 17 Millionen Menschenleben fordern würden, ahnte im Jahr 1914 noch niemand.

Die Euphorie wurde zunehmend von der bitteren Erkenntnis abgelöst, dass der Krieg großes Leid und erhebliche Entbehrungen mit sich brachte. Zu diesem historischen Ereignis hat das Archiv im Haus der Stadtgeschichte eine Ausstellung erarbeitet.

extrablatt-oz-31.07.1914 Am Mittwoch, dem 25. März 2015 besteht um 19 Uhr zum letzten Mal die Möglichkeit, die Ausstellung durch eine Führung mit der Kuratorin Gabriela Schlick-Bamberger näher kennenzulernen und sich die Exponate erklären zu lassen. Nach der Führung ist dann auch noch genug Zeit, sich die Ausstellung anzusehen und der Kuratorin Fragen zu stellen. Treffpunkt für die Führung ist der Lesesaal des Archivs (Haus der Stadtgeschichte, Herrnstraße 61, 63065 Offenbach am Main), 1. Stock.

Der Eintritt ist frei.  (hlwa) Foto: Stadt Offenbach

Let’s talk about us 2015: Förderung jugendkultureller Produktionen in Offenbach

Auch in diesem Jahr fördern Jugendbildungswerk und Jugendkulturbüro des Jugendamtes mit der Reihe „Let‘s talk about us“ kulturelle Produktionen von Kids und Jugendlichen und bieten mit einem Jugendkulturevent ein Forum für die Präsentation der Ergebnisse. Dieses ist anlässlich der Interkulturellen Wochen im Herbst vorgesehen. Die Reihe „Let’s talk about us“ findet jährlich zu unterschiedlichen Themen statt, in diesem Jahr zum 15. Mal.

Beteiligt haben sich seit Anbeginn etwa 250 Projektgruppen von Schulen, Jugendeinrichtungen freier Träger und der Kommune, Vereinen, Migrantenselbsthilfeorganisationen, religiösen Gemeinden, Studios, freien Jugendinitiativen und anderen. Ergebnisse wurden stets nicht nur während des Kulturevents gezeigt, sondern auch in vielen weiteren Ausstellungen und Veranstaltungen. Vier sowohl für Jugendliche als auch Pädagogen interessante Broschüren dokumentieren Beiträge der Kids und Jugendlichen zu „Let’s talk about us“.

Dieses Jahr freuen sich die Veranstalter auf Beiträge zum Thema „Offen zusammen leben in Offenbach?“ und sind gespannt auf die Projektideen. Offenbacher sind Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher Religionen, unterschiedlicher Weltanschauungen, Alteingesessene und Neuzugezogene. Fragen können sein: Was bedeutet das für das Leben in der Stadt? Was macht es spannend? Was macht es schwierig? Wie möchte ich in Offenbach leben? Wie stelle ich mir die Zukunft in der Stadt und wie die Zukunft für die Stadt vor? Welche Orte gefallen mir? Wo fühle ich mich wohl? Wo gehe ich nicht gerne hin? Was ist mit wichtig in Offenbach? Was ist mir wichtig für Offenbach? Und ist das Zusammenleben in Offenbach ein Miteinander, ein Gegeneinander, ein Nebeneinander oder ein Füreinander?

Kinder und Jugendliche sind dazu eingeladen, sich mit ihrer Stadt auseinanderzusetzen und mit diesen Fragestellungen kreativ zu werden. Sie sollen assoziieren, nachdenken, diskutieren, Ideen entwickeln und umsetzen. Jeder für sich oder mehrere gemeinsam. Der kreativen Auseinandersetzung mit dem Thema sind keine Grenzen gesetzt.

Möglich ist die gesamte Palette von jugendkulturellen Ausdrucksformen, zum Beispiel Musik, Tanz, Theater, Video, Foto, Homepage, Graffiti, Bilder, Geschichten, Plakate, Skulpturen etc… Projekte können mit bis zu 200 Euro gefördert werden. Teilnehmen können Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von zwölf bis 25 Jahren. Interessierte melden sich möglichst schnell oder bis zum 27. April beim Jugendbildungswerk oder Jugendkulturbüro per Mail an agnes.thoelking@offenbach.de , telefonisch unter 069 8065-4332 oder an claudia.weigmannkoch@jugendamt-of.de , Telefon: 069 8065-3969.  (hlwa)

Unbenannt

 

Fünfte Kinderkulturrallye in den Osterferien

Unter dem Motto „Meine Welt in Offenbach“ bietet das Jugendamt der Stadt Offenbach in der ersten Osterferienwoche eine Kulturrallye für Kinder im Alter von neun bis 13 Jahren an.

Nach vierjähriger Pause ist es die nun fünfte Offenbacher Rallye im Zusammenhang mit dem Jugendamtsprojekt „Offenbach on Cooltour“. Das Angebot wird gefördert durch das Bundesministerium für Forschung und Bildung und dessen Programm „Kultur macht stark“ sowie durch die Bundesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung und dessen Programm „Künste öffnen Welten“.

Kinder lernen dabei spielerisch in Form von Erkundungstouren verschiedene kulturelle Orte Offenbachs und deren Möglichkeiten kennen. In unterschiedlichsten Workshops zum Thema „Meine Welt in Offenbach“ werden sie selbst kreativ-künstlerisch tätig. Die Palette der Möglichkeiten reicht von Theaterspiel und Videotechnik über Musikmachen bis hin zu Lese-, Mal- und Bastelaktionen.

Von Montag, 30. März, bis Donnerstag, 2. April, finden die täglichen Workshops zwischen 9 und 15 Uhr statt. Zum Abschluss der Woche gibt es am 2. Oktober ab 15 Uhr im KJK Sandgasse 26 eine Ergebnispräsentation, zu der auch Eltern, Geschwister und Freunde eingeladen sind. Bei keinem Workshop sind Vorerfahrungen notwendig. Einzige Voraussetzung ist die Lust, sich auf Neues einzulassen und Spaß am kreativen Experimentieren.

Nach dem Auftakt am 30. März um 9 Uhr im Veranstaltungsraum des Mehrgenerationenhaus KJK Sandgasse 26 bieten die Medien-Etage und das Jugendkulturbüro des KJK diverse Schnupper-Workshops mit den Schwerpunkten Videotricks, Hip-Hop, Tanz und Theater an. Nach dem Mittagsimbiss werden die Kinder jeden Tag auf Erkundungstour in die Umgebung gehen, um die Fragen der Stadtrallye zu beantworten.

Die nächste Rallyestation ist am Dienstag, 31. März, das Deutsche Ledermuseum, wo unter fachlicher Anleitung Schattenfiguren hergestellt werden.

Am Mittwoch, 1. April, geht es dann gemeinsam zur Kinder- und Jugendfarm, wo ins Farmleben mit den Tieren eingetaucht wird.

Am Donnerstag, 2. April, führt die Kulturerlebnis-Tour in die Kinder- und Jugendbibliothek und die Jugendkunstschule bis 13 Uhr. Abschließend finden dann im KJK Sandgasse nach einem Imbiss die letzten Vorbereitungen für die Abschlusspräsentation der Woche statt, die mittags um 15 Uhr beginnt. Insgesamt können maximal 25 Kinder an der Kulturrallye teilnehmen.

KINDERRALLYE

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl sollten sich interessierte Kinder möglichst schnell beim Jugendkulturbüro anmelden. Hier gibt es weitere Informationen und den Veranstaltungsflyer. Anmeldeschluss ist der 26. März. Der Unkostenbeitrag für die vier Tage beträgt 8 Euro für den Mittagsimbiss. Ansprechpartner sind Kai Reubig, Markus Franz und Claudia Weigmann-Koch unter der Telefonnummer 069 8065-3969 und per Email an kulturbuero@jugendamt-of.de . (hlwa)

Lederpalast-Filmabend über jüdische Küche und das Überleben in dunkler Zeit

Das 20-jährige Bestehen der Max Dienemann/Salomon Formstecher Gesellschaft ist der Anlass für eine ungewöhnlichen Zusammenarbeit: Der Lederpalast und die Gesellschaft laden für Montag, 2. März, ab 20 Uhr gemeinsam mit „Oma & Bella“ zu einem faszinierenden Jubiläums-Kinoabend ein. Der Film von Alexa Karolinski berichtet von der jüdischen Küche und dem Überleben in dunkler Zeit. Serviert wird koscheres Essen und koscherer Wein. Einlass ist ab 18.30 Uhr.

Eintrittskarten kosten 10 Euro (ohne Speisen und Getränke) im Vorverkauf direkt im Ledermuseum (Frankfurter Straße 86). Sie lachen miteinander, sie streiten miteinander. Doch am Köstlichsten ist, was Oma & Bella gemeinsam kochen und backen: Hühnersuppe, roten Borschtsch und Rugelach, ein Keks, den man zum Kaffee genießt. Die Filmemacherin Alexa Karolinski hat in „Oma & Bella“ ihre Großmutter, Regina Karolinski, und deren Freundin, Bella Katz, portraitiert.

Die beiden Frauen, die die Schoa überlebt haben, wohnten mehr als fünf Jahre in Berlin-Charlottenburg zusammen. Entstanden ist ein intimer Film über Freundschaft, über zwei agile ältere Damen, die beim Kochen der traditionellen jüdischen Gerichte von sich erzählen, der Zeit im Ghetto und im Lager − und der Freude zu leben.

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Im Vorfeld des Films kann das Publikum im Foyer des Ledermuseums koschere Speisen und Weine genießen, bevor man gemeinsam über den einfühlsamen und sehr persönlichen Dokumentarfilm diese beiden beeindruckenden und warmherzigen Damen kennenlernen darf.  (hlwa)

Foto: Salzberger & Co Medien GmbH

Kamera läuft, Klappe und Action! Video-Werkstatt für über 55-Jährige im KJK Sandgasse

Einen richtigen Film zu drehen, lernen Teilnehmer eines neuen Kurses für über 55-Jährige im Mehrgenerationenhaus KJK Sandgasse. Wie bediene ich eine Videokamera? Wie erhalte ich ein gutes Bild und sauberen Ton? Und wie kommt das Filmmaterial in den Computer? Diesen Fragen gehen die Teilnehmer im ersten Teil der Videowerkstatt nach. Im zweiten Teil des Projektes wird das gefilmte Material gesichtet und bewertet. In der digitalen Nachbearbeitung wird das Rohmaterial schließlich zum fertigen Film. Verschiedene Schnitttechniken, Video- und Audioeffekte sowie Nachvertonung ausprobiert. Das Angebot richtet sich an alle Film-Interessierten, die 55 Jahre oder älter sind – egal ob sie noch nie eine Kamera in der Hand hatten oder sich bereits ihren eigenen kleinen Schnittplatz eingerichtet haben. Eigene Ausrüstung ist gerne gesehen, aber kein Muss. Alle benötigten Geräte können gestellt werden.

imagesAW67K7S2 imagesEJZHVUF2 Das erste Planungstreffen ist für Freitag, 20. Februar, 14 Uhr im KJK Sandgasse 26 vorgesehen. An diesem Termin werden die Interessen der Teilnehmer, Inhalte und Themen der Werkstatt sowie die weiteren Termine festgelegt. Um eine Anmeldung schriftlich (KJK Sandgasse, Sandgasse 26, 63065 Offenbach) oder per E-Mail an medienetage@jugendamt-of.de  wird gebeten.

(hlwa)

Wieder Open Stage Session beim Tu-es-Day im KJK Sandgasse

Regelmäßig beginnen die wöchentlichen Tu-es-Day-Kulturabende des KJK Sandgasse am letzten Dienstag im Monat mit der Open Stage Session. Normalerweise. Am 27. Januar jedoch hatte die US-Bassistin Divinity Roxx ihr fulminantes Konzert gegeben. Deshalb findet der musikalische Mitmachabend nun ausnahmsweise am ersten Dienstag im kommenden Monat (3. Februar) statt.

Wie bisher gilt, wer Lust hat, mit zu musizieren oder mit zu singen, benötigt am Abend lediglich sein Instrument und etwas Mut, um gemeinsam mit anderen Gästen und der Session-Stammcombo um Achim Merz zu rocken. Verstärker und Mikrofone stehen wie immer bereit. Für Session-Gäste aber auch Publikum, das wie immer herzlich willkommen ist, ist an diesem Abend der Eintritt ab 20 Uhr kostenlos. Die nächsten Open-Stage-Sessions wird es dann am 24. Februar, 24. März und 28. April geben.

(hlwa)