Islamischer Hetzprediger aus Offenbach abgeschoben

Am 23.Oktober nahm die Polizei den islamistischen Prediger Nusret C. fest und hat ihn über den Flughafen Frankfurt Richtung Türkei abgeschoben. Die Ausweisung erfolgte auf Veranlassung des Ausländeramtes der Stadt Offenbach am Main. Wegen der Brisanz des Falles waren aufwändige Vorbereitungen notwendig. Nusret C. hielt sich seit dem Jahr 2002 in der Bundesrepublik Deutschland auf. Er ist ein herausragendes und führendes Mitglied der Ismail Aga Cemaat. Die Organisation wird in verschiedenen Verfassungsschutzberichten genannt. Für die Bewegung reiste er quer durch Deutschland, um in Moscheen zu predigen. Nusret C. fiel den Sicherheitsbehörden wegen seiner islamistischen Hetzpredigten gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung und die Völkerverständigung auf. In seinen Ansprachen wiegelte er seine Zuhörer gegen Andersgläubige auf, forderte die Vernichtung der USA, Israels und der Juden. Die Juden bezeichnete Nusret C. als die schlimmsten Feinde des Islams.

Der „Prediger“ propagierte vor seinen Anhängern, vorwiegend türkischstämmige Migranten, eine Weltordnung, in der nur seine äußert konservative Islamauslegung und die Scharia Platz haben und bereitete so, den Nährboden für eine weitere Radikalisierung seiner Anhänger und Zuhörer. Nach intensiver Zusammenarbeit des Ausländeramtes mit verschiedenen Staatsschutzbehörden und mit Unterstützung durch das Hessische Innenministerium konnte der Aufenthalt beendet werden. Vor der Abschiebung stand ein langwieriges Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Darmstadt gegen eine Verfügung des Ausländeramtes der Stadt Offenbach. Nusret C. erhielt dort am Ende keinen einstweiligen Rechtsschutz. Der Verwaltungsgerichtshof in Kassel hat die Entscheidung bestätigt.

(hlwa)