Piraten Bürgersprechstunde in Mühlheim mit Gregory Engels


Ahoi ihr Lieben, Am Sonntag, den 05.09.2021 ist wieder Piratentreff mit Bürgersprechstunde – mit reichlich Gelegenheit unseren Kandidaten Gregory Engels kennen zu lernen – diesmal in Mühlheim – in der „Alten Wagnerei“ in der Zimmerstraße 5, im Biergarten. Ausreichend Parkplätze direkt vor der Tür vorhanden, warme Küche nur bis 20:00.

Stammtisch! Sonne, Frischluft, Leute, Laune….

Unser nächster Stammtisch wird auch wieder life! Wir freuen uns schon sehr, die inzidenzen sind niedrig, das Wetter ist gut, und wir genießen den Sommer. Dieses Mal wollen wir uns im Hafen 2 treffen, und zwar im hinteren Bereich in der Nähe des Häuschens mit der türkisen Schrift „HAFEN“, siehe Pfeil auf dem Bild oben.

Freitag, der 02. Juli, 19:00 Uhr

Die Themen sind nur vage festgelegt, wir plaudern über alles, was uns bewegt. Aber natürlich werden alle Mandatsträger erzählen, also aus der Stadtverordnetenversammlung und aus dem Ausländerbeirat.

Wir sind auch für Input dankbar, gerne nehmen wir Anregungen und Anfragen auf.

Stammtisch: In Langen seit langem endlich wieder live!

Nächsten Freitag, den 18. Juni 2021, 19:00 Uhr, wollen wir endlich mal wieder einen Live-Stammtisch organisieren. Nicht per Videokonferenz, sondern in echt, natürlich draußen.

Und zwar in Langen, denn dort wohnen auch wichtige Piraten. Gleis 5, nähe Bahnhof Langen, 19:00 Uhr. Piraten vor Ort haben einen Tisch reserviert, für etwa 10 Leute. Gerne können sich Piraten aus Offenbach-Stadt verabreden für Fahrgemeinschaften nach Langen.

Es gibt kein bestimmtes Thema, denn wir wollen erst mal genießen, dass wir uns alle wieder in Life-Augen schauen können.

Besuch bei NATÜRlich Bieber-Waldhof

Bei unserem letzten Stammtisch sind wir mit der Bürgerinitiative NATÜRlich Bieber-Waldhof durch die Natur gestreift. Diese Bürgerinitative wehrt sich gegen Pläne, ein Gebiet in Bieber-Waldhof zu bebauen. Wir haben uns für die Gründe dieser Opposition interessiert und die Bürgerinitiative besucht.

Zunächst möchten wir uns sehr herzlich bedanken für die Mühe, die sich die vielen Vertreter der BI gegeben haben: Wir haben einen Spaziergang durch das Gelände gemacht und dort sehr viel über die Natur, Ökologie, Pflanzen, Tiere, Habitate, Symbiosen, Mikroklima, Frischluftschneisen und Ökosystme gelernt.

Nun studieren wir die Hintergründe genauer, nicht nur die Ökologie, sondern auch die Planungen der Stadt, die Begründungen für das weitere Wachstum und die Finanzierung. Hierzu werden wir demnächst noch mehr schreiben.

Lageplan des Gebiets (aus der Broschüre der Stadt zum Ideenwettbeserb)

Verkehrspolitik und Fahrradförderung in Offenbach

von Kai Kotzian

Kai Kotzian

Kai Kotzian ist Mitglied der Volt-Partei und will auf der Liste der PIRATEN Offenbach kandidieren. Er interessiert sich für Verkehrspolitik und Fahrradförderung in Offenbach und engagiert sich beim Radentscheid Offenbach. In diesem Beitrag stellt er verschiedene Forderungen für die Verkehrspolitik in Offenbach auf, die von seinen Parteikollegen von Volt und von uns PIRATEN Offenbach zum großen Teil unterstützt werden. Wir sind uns einig, dass wir die Forderungen des Radentscheids unterstützenswert finden.



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Mobilität in Offenbach mit Zukunft

Eine Stadt lebt davon, dass sie lebenswert ist. Sie floriert, wenn sie für alle unterschiedlich mobilen Bürger gut erreichbar und die Flächen nutzbar sind. Ein wesentlicher Beitrag dazu ist die Verkehrsinfrastruktur und ihre positive Interaktion mit der Umwelt. Wir von Volt fordern eine integrative und flexible Mobilität, die den Fokus auf einen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und eine lokale emissionsfreie Bewegung zu Fuß und mit dem Fahrrad neben anderen Fortbewegungsmitteln fördern.  Hier sind wir uns mit den PIRATEN einig.

Integration heißt für uns, dass ein Verkehrsteilnehmer nicht zum Nachteil anderer dominiert und niemand zurückgelassen wird, auch keine Behinderten, Fußgänger und Radfahrer. Teilhabe heißt: Alle müssen berücksichtigt werden. Dafür benötigt es ein integriertes Gesamtkonzept, bei dem verschiedene Maßnahmen und Angebote zur Mobilität ineinander greifen.

Die Umwelt als Lebensraum von Mensch und Tier darf dabei nur in einem Maße belastet werden, dass die Folgen vertretbar sind und sowohl Unfälle als auch Krankheiten auf ein Minimum reduziert werden. Eine Stadt muss von Anfang an in der Planung Umwelt- und Sicherheitsaspekte berücksichtigen und so angelegt sein, dass sie die Menschen zur gesunden Bewegung motiviert.

Wir, Volt und Piraten, möchten ein System fördern, bei dem eine regelmäßige Überprüfung der Maßnahmen und Integration zu einer Anpassung an neue Gegebenheiten und Erkenntnisse führt. Ein digitales Curbside-Management sehen wir hier als eine mögliche unterstützende Option. Die Stadt dient dem Menschen als Lebensraum. Wir möchten ihn als solchen behandeln, planen und entwickeln. Andere Städte Europas wie Amsterdam, Kopenhagen, Barcelona und nicht zuletzt Helsinki sind für uns Vorbilder. Lasst uns gemeinsam Mobilität neu denken.

Curbside / Bordsteinseite
Unter Curbside Management versteht man eine
aktive Verwaltung und Planung der gesamten
öffentlichen Flächen abseits des Fahrweges für
die KFZ.

Hier einige Beispiele: Die Stadtverwaltung plant
Logistik-Hubs. Auf diesen Plätzen stehen z.B.
Packstation der Deutschen Post oder andere
Anbieter. Anwohner in unmittelbarer Umgebung
werden nicht mehr zur Haustür beliefert.

Die Stadt plant vor jedem dritten Geschäft im
Innenstadtbereich Fahrradbügel. Ebenso werden
Plätze gesucht und bestimmt um Lastenräder abzu-
stellen. Es werden Kooperationsverträge mit
privaten Parkhäusernbetreibern abgeschlossen
um dort Fahrräder und Lastenräder abzustellen.

Das Verkehrsgeschehen der Fußgänger und
Radfahrer wird ständig beobachtet und in einem
Rhythmus, z.B. im Quartal, werden Rückschlüsse
gezogen und Veränderungen bestimmt. Die Aktivität
der Verwaltung ist hier der Schlüssel. Es wird nicht
erst auf Beschwerden von Fußgängern Radfahrern
gewartet, oder auf den Bericht der Polizei wo
Unfälle passiert sind.

Auto

Warum ein gerechter Umgang mit dem Auto – Radverkehrsförderung sein kann:
Autos sind der Inbegriff von Mobilität und Eigenständigkeit. Allerdings bringen sie im urbanen Umfeld viele Nachteile mit sich, wie zum Beispiel Luftverschmutzung, Umweltbelastung, Lärmbelästigung, einen hohen Platzverbrauch (weniger als 10 % aller Fahrzeuge bewegen sich gleichzeitig), Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer und ein unästhetisches Stadtbild./1/ Ich plädiere dafür, dass der Autoverkehr und damit die einhergehenden negativen Auswirkungen reduziert werden. In den Städten soll der ÖPNV und ein emissionsfreier Verkehr mit Fahrrädern einen größeren Stellenwert als der Autoverkehr einnehmen. 

Sicherheit für Fußgänger
Um die Verkehrssicherheit schwächerer Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, plädieren wir für ein konsequentes Tempolimit in der Stadt von 30 km/h, für größere Verkehrsadern von 40 km/h. Auf allen anderen Straßen soll die Geschwindigkeit auf eine Höhe festgesetzt bleiben, die Umweltschäden und Gefährdung von Fußgängern möglichst minimiert. In Wohngebieten soll die Straße wieder den Kindern und Anwohnern gehören (8 km/h Spielstraße). Barcelona hat es mit den Superblocks, oder wie es dort heißt „Superilles“, vorgemacht./2/ Ich nenne es „Insel des Glücks“ („Illes“ = Insel). Auch die Offenbach-Post berichtete am 1. August 2020 davon./3/ Und der Erfolg des Verkehrskonzepts in Helsinki hat uns 2019 gezeigt, dass Verkehr auch ohne Tote Fußgänger und Fahrradfahrer auskommen kann.
Um die Maßnahmen durchzusetzen, sollen vermehrt Kontrollen durchgeführt und Verstöße konsequenter geahndet werden, insbesondere solche, die andere Verkehrsteilnehmer gefährden (Überfahren einer Ampel bei rot, unzureichender Abstand zu Radfahrenden, überhöhte Geschwindigkeit, Drängeln und risikoreiches Fahren).

Verkehrswende
Des Weiteren bin ich davon überzeugt, dass die Zukunft des Autos dem Elektromotor gehört. Für Plug-In Fahrzeuge (also keine Hybride mit Verbrennungsmotor) sollte es über einen begrenzten Zeitraum von 8 Jahren kostengünstigere ausgewiesene Parkplätze mit Ladesäule geben, die ausschließlich oder zeitweise Elektrofahrzeugen vorbehalten sind. Das Management der Parkplätze und sonstigen durch Dritte verwertbaren Freiflächen können durch ein digitales Curbside-Management unterstützt werden. 
Offenbach muss endlich Wohngebiete ausweisen, in denen eine Parkraumbewirtschaftung eingeführt wird. Mit einem Anwohnerparkausweis, der 60 Euro im Monat kostet, sollte der Käufer einen Gutschein für ein RMV-Ticket erhalten, dass ihm die Nutzung des ÖPNV der Stadt kostenlos ermöglicht.

Schutz der Gesundheit
Die Geschwindigkeit an sich ist nicht alleinig ausschlaggebend für eine bessere Luftqualität. Stattdessen hat die Beschleunigung und der damit einhergehende Reifenabrieb wesentliche negativere  Auswirkungen auf die Feinstaub-Emissionen./4/ Für eine bessere Luftqualität gilt es daher einen möglichst stetigen Verkehrsfluss zu garantieren, der Be- und Entschleunigung minimiert. Des Weiteren führen Stickoxide zu aggressiveren Pollen, sodass es für Allergiker in der Stadt meist beschwerlicher als auf dem Land trotz weniger Pflanzen. /5/ Die Reduktion der Stickoxide muss also ein gewichtiges Ziel der Verkehrsplanung sein.

Eine City-Maut kann dabei helfen, den Verkehr und die Umwelt- und Gesundheitsbelastung in der Innenstadt zu regulieren. Allerdings stehen dem große Herausforderungen bei der Umsetzung und hohe administrative Kosten gegenüber. /6/ Insbesondere die Einbeziehung von Bundesstraßen im Ring (Taunusring, Odenwaldring, Spessarting, Röhnring) in die Mautzone, welche stark befahrene Verkehrsadern in Offenbach darstellen, stellt sich aufgrund der aktuellen Gesetzeslage als schwierig heraus. Daher setzt Volt sich für eine Prüfung und Kosten-Nutzen-Rechnung eines solchen Konzepts ein. Statt der City-Maut setzt Volt den Fokus auf ein attraktives ÖPNV-Angebot.

Fahrrad

Das Fahrrad spielt neben dem ÖPNV eine Schlüsselrolle in der städtischen Mobilitätsswende, und deswegen wollen Volt und die Piraten Offenbach zu einer fahrradfreundlichen Stadt machen. Wir unterstützen die Anliegen des Bürgerentscheides Radverkehr. In Europa gibt es einige vorbildliche Städte, wie zum Beispiel Kopenhagen, Utrecht und Amsterdam von denen Offenbach lernen kann.
Um mit dem Fahrrad schnell und unkompliziert zwischen Stadtgebieten wechseln zu können, wollen wir mehr bauliche getrennte Radwege, die durchgängig zu verbinden sind. Neben den innerstädtischen Fahrradstraßen gilt es auch, die Infrastruktur ins Umland zu stärken. Kreuzungsarme Radschnellwege sind hier das Non Plus Ultra.

Wir unterstützen  gemeinsam die Schaffung von mehr Park-Kapazität für Fahrräder, auch in öffentlichen Parkhäusern. Es sollen einfach nutzbare Fahrradparkplätze entstehen, auch für Lastenräder. Durch solche Maßnahmen wird die Innenstadt autofreier und insgesamt zu einem attraktiveren Ort zum Verweilen für Bürger und Bürgerinnen, wovon wiederum auch Geschäfte direkt profitieren, da der Umsatzanteil von radfahrenden Kunden höher ist, als der von autofahrenden Kunden./7/

Verkehrswende

Verkehr wird in Deutschland, auch in Offenbach, immer noch von Autos dominiert. Auch wir sind Autofahrer, aber unsere Überzeugung ist, dass Autos nicht das geeignete Verkehrsmittel für verdichtete Innenstädte sind. Wir fordern eine Verkehrswende, welche die Integration und Gleichberechtigung verschiedener Verkehrsmittel, insbesondere in der Innenstadt, in den Vordergrund stellt. Verkehrsteilnehmer, besonders Fahrradfahrer und Fußgänger, dürfen durch andere Verkehrsteilnehmer (wie z.B. Autos) keine Nachteile erfahren. Wir sind, was den offenbacher Innenstadtverkehr betrifft, für eine Abkehr von der Auto-Dominanz. Dafür müssen attraktive Angebote, wie wir sie hier aufführen, den Bürgern den Umstieg erleichtern.

Wichtig ist uns, dass eine sichere Teilhabe am Straßenverkehr für alle Bürgerinnen und Bürger, auch denen mit körperlichen Behinderungen, möglich ist, unabhängig vom gewählten Fortbewegungsmittel. Damit ist gemeint, dass das Fahren mit dem Fahrrad nicht gefährlicher sein darf, als die Fahrt mit dem Auto. Die Sicherheitskluft zwischen Autos und schwächeren Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern und Fahrradfahrender muss also soweit wie möglich reduziert werden. Schon beim Straßenbau muss die Sicherheit der Fußgänger und Fahrradfahrenden im Fokus liegen, um von Anfang an eine sichere Fahrt zu gewährleisten.Deshalb ist innerhalb der Stadtverwaltung ein Mobilitätsdezernat zu schaffen, welches die Stadtpolizei, das Straßenverkehrsamt und den ÖPNV-Anbieter (NIO, OVB) umfasst. Planung und Kontrolle des Verkehrs aller Modalitäten muss in einer Hand liegen. (Modalität: PKW, Fahrrad, Fußgänger, Bus, Straßenbahn).

ÖPNV

Der ÖPNV ist nicht nur umweltfreundlicher als das Auto, sondern trägt auch zu einem schöneren Stadtbild mit höherer Lebensqualität bei. Straßenzüge ohne parkende Autos mit Banken und sich dort bewegenden Menschen ist keine Sozialromantik, sondern lebenswerte Innenstadt. Wir setzen uns daher dafür ein, die Attraktivität des ÖPNV zu steigern, damit mehr Menschen vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Die jetzigen Ticketpreise sind zu hoch. Daher setzen wir uns dafür ein, dass geprüft wird, inwiefern der ÖPNV über eine Bürgerabgabe als prozentuale Abgabe vom Einkommen finanziert werden könnte (so wie Müllgebühren oder Anliegerbeiträge // für Personen mit dem Erstwohnsitz in Offenbach).

Falls eine solche Bürgerabgabe keine rechtliche zulässige Lösung darstellt, soll geprüft werden, ob nicht das Offenbacher Gewerbe eine Nahverkehrsabgabe zahlt, wie es schon in Frankreich gang und gäbe ist. /8/
Falls eine solche Abgabe auch keine gute Lösung sein sollte, gilt es ein günstiges Jahresticket von beispielsweise 50 Cent pro Tag anzubieten. /9/
Die Piraten fordern seit Jahren kostenlosen öffentlichen Nahverkehr. Preissenkungen sind erste wichtige Schritte zu diesem Ziel. Volt findet die Forderung der Piraten für einen kostenlosen Nahverkehr gut, wir sehen das jedoch als übernächsten Schritt.

Anmerkungen

/1/ “Zu Spitzenstunden sind nie mehr als 10 % der Fahrzeuge gleichzeitig unterwegs” (Mobilität in Deutschland MiD – Ergebnisbericht, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Dezember 2018, https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/G/mid-ergebnisbericht.pdf?__blob=publicationFile, S. 5)

/2/ Hier ist das Konzept der Superblocks in Spanien erklärt: https://enorm-magazin.de/gesellschaft/urbanisierung/superblocks-von-barcelona

/3/ https://www.op-online.de/offenbach/radentscheid-will-offenbach-fahrradfreundlicher-machen-90016018.html

/4/ Fahrzeug-Emissionen bei 30km/h und 50km/h” von 2019 des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags,  https://www.bundestag.de/resource/blob/670978/11c58eeb3377baed5971fee5a17e2b72/WD-8-102-19-pdf-data.pdf

/5/ NDR Doku, 45min,“Allergien auf dem Vormarsch” https://www.youtube.com/watch?v=jAiTKym_qP4, “Pollen werden offenbar aggressiver, je mehr Stickoxyde in der Luft sind und wenn die Ozonwerte steigen.“, Minute 18:17

/6/ “PKW-Maut in Deutschland? Eine umwelt- und verkehrspolitische Bewertung”, Umweltbundesamt https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/3929.pdf

/7/ “Fahrrad und Einkaufen – eine gewinnbringende Ergänzung”, Deutscher Städte- und Gemeindebund, https://www.dstgb.de/dstgb/Homepage/Schwerpunkte/Mobilit%C3%A4t/Radverkehr/Fahrrad%20und%20Einkaufen%20%E2%80%93%20eine%20gewinnbringende%20Erg%C3%A4nzung/

/8/ Dieses Konzept kann man hier nachlesen: https://bw.vcd.org/fileadmin/user_upload/BW/Verbaende/Stuttgart/Anlage_2_Nahverkehrsabgabe.pdf – siehe Abschnitt „I. Das französische Modell – die Versement transport“

/9/ Mit dem 50-Cent-Ticket ist nur die Nutzung der Busse möglich, da die S-Bahn höhere Kosten verursacht und nicht von der OVB betrieben wird.

Spendensammlung für den Circus Barus

Gestern, am 07. August, überreichten einige Piraten und ein Mitglied der Volt-Partei dem Circus Barus eine Spende von 310 Euro, die sie unter ihren Mitgliedern gesammelt haben. Der Circus ist hier Offenbach gestrandet und wegen des Ausfalls aller Vorstellungen in finanziellen Schwierigkeiten. Er er ist auf die Hilfe von uns Bürgern angewiesen. Wenn sich die Corona-Situation wieder etwas entspannt hat, werden wir beim Circus das geplante Picknick nachholen und über das Thema „Solo-Selbständige in Not“ diskutieren. Gerade in Offenbach leben viele Kreative, die unser Stadtleben bereichern, die jetzt aber auch in Not geraten sind.

Auf dem Foto von links nach rechts: Helge Herget (Vorsitzender der Piratenpartei Offenbach), Bianca Frank (Chefin des Circus Barus), Karlheinz Zoth (Schatzmeister der Piratenpartei Offenbach), Gregory Engels (Piratenpartei Offenbach und Stadtverordneter), Kai Kotzian (Volt Partei), Dr. Annette Schaper-Herget (Stellvertretende Vorsitzende der Piratenpartei Offenbach)

Hier zum Nachlesen unseres Diskussionsthemas: OF-Piraten über Solo-Selbständige in Not

Circus Barus – ein Beispiel für Solo-Selbstständige in Not!

Im Februar 2020, als sich noch kaum jemand Sorgen wegen Corona machte, kam wie jedes Jahr der Circus Barus nach Offenbach. Die Saison 2020 sollte bei uns beginnen, Vorstellungen waren geplant vom 6. bis 22. März. Aber es kam die Corona-Krise und ab dem 17. März ging nichts mehr: Aufführungsverbot und keinerlei Einnahmen! Und als ob das noch nicht genug wäre, schickte die Stadt einen Räumungsbeschluss: Der Zirkus sollte innerhalb von 24 Stunden verschwinden, andernfalls würde ein Ordnungsgeld von 500 Euro pro Tag verhängt. Begründet wurde dies damit, dass die Tierhaltung nicht tierschutzgerecht sei, allerdings hatte die Stadt das bis dahin noch gar nicht überprüft.

Die Zirkusfamilie legte umgehend Widerspruch ein, und die Medien berichteten. Nach dieser öffentlichen Empörungswelle überprüfte das Veterinäramt die Tierhaltung, befand, dass sie einwandfrei sei, und die Stadt nahm den Räumungsbescheid zurück. Nachzulesen in vielen Medienberichten:

FR 26.03.20, FR 02.04.20, ZDF 04.04.20, OP 13.06.20, FAZ 28.06.20, FR 31.07.20

Corona-Krise schafft prekäre Lebensverhältnisse

Nun ist der Zirkus immer noch bei uns. Die Sozialhilfe kommt von der Heimatgemeinde, nicht von der Stadt Offenbach. Aber viele Offenbacher helfen und spenden, mit Sachmitteln, Tatkraft und Geld. Wenn die Hilfe weitergeht, schaffen wir es, den Circus hier überleben zu lassen.
Der Circus ist nur eins von vielen Beispielen, wie Solo-Selbstständige, Kleinunternehmer, Künstler und Freischaffende von jetzt auf gleich in Not geraten sind.

In diesem FAZ-Artikel finden sich Beispiele mit persönlichen Berichten: Es trifft Musikerinnen, Bühnenkünstler, Fotografen, Drehbuchautorinnen, Kunsthandwerker, Nachhilfelehrer, Eventmanegerinnen, Reiseveranstalterinnen und viele mehr. Sie leben von Auftragshonoraren, Unterricht und Aktivitäten, die viel mit Menschenkontakten zu tun haben. Für 2020 geplante Veranstaltungen mussten fast alle abgesagt werden. Manche Karrieren geraten ins Stocken. Miete muss bezahlt und der Kühlschrank muss gefüllt werden. Aber dafür sind die Soforthilfen ausdrücklich nicht vorgesehen, die sind nur für Zahlungsschwierigkeiten im betrieblichen Zusammenhang. Für den Lebensunterhalt müssen die Betroffenen Hartz IV beantragen. Da wird dann schon mal angesagt, dass sie erst mal die Ersparnisse für das Alter aufbrauchen oder das Haus verkaufen müssen, wenn sie eins haben.

Auch in der Künstlerstadt Offenbach greift die Not um sich. Unser Kulturleben ist ja sehr reichhaltig, dank der vielen Kreativen, die sich hier entfalten. Aber schon vor Corona haben viele von ihnen sich finanziell gerade so über Wasser gehalten. Viele von ihnen sind Künstler aus Leidenschaft, die nicht deshalb arbeiten, weil sie viel Geld verdienen wollen, sondern weil sie sich kreativ verwirklichen wollen. Aber auch sie müssen ihre Lebenshaltungskosten bezahlen.

Bedingungsloses Grundeinkommen: in der Krise wichtiger denn je

Wir PIRATEN sind für ein bedingungsloses Grundeinkommen (Helge Herget zu BGE). Es würde in Krisen das Überleben erleichtern, es würde vielen Leuten eine Existenzgrundlage bieten, auf der sie sich entfalten und fortbilden könnten und es würde viel Bürokratie abbauen. Es verstößt gegen die Menschenwürde, wenn jemand nur noch als Bittsteller überleben kann, oder indem er zu schlecht bezahlte Jobs annehmen muss. Leute, denen ein BGE nicht genug ist, würden dazuverdienen.

Wir wissen, dass die Stadtverordnetenversammlung Offenbach nicht die Macht hat, ein BGE einzuführen. Wir müssen aber gemeinsam überlegen, wie wir die kreative Szene in Offenbach retten können, wie wir unseren Solo-Selbstständigen und Freiberuflern möglichst unbürokratisch helfen können. Ein Teil der Soforthilfen muss auch zur freien Verwendung bestimmt sein. Vor allem müssen auch Ungerechtigkeiten bei den Soforthilfen abgebaut sein. Die Lufthansa-Rettung wird auch aus unseren Steuergeldern bezahlt, warum nicht auch Hilfen für die „kleinen“ und unbekannten Mitbürger und Mitbürgerinnen?

Die Stadt Offenbach hat Notfallfonds mit Einmalhilfe für freie Kultureinrichtungen eingerichtet, was wir begrüßen. Doch dies ist nicht genug, auch bei diesen Fonds fallen die einzelnen Freiberufler noch durchs Raster.

Am Freitag, dem 7. August, 19:00 Uhr planen wir wieder unseren Stammtisch und zwar dieses Mal als Besuch mit Picknick beim Circus Barus auf dem Clariant-Gelände (zwischen OF-Ost und Bürgel). Thema ist: “Die Not der Solo-Selbstständigen in der Corona-Krise am Beispiel des Circus Barus”. Wir bringen Getränke und Proviant mit, die Circus-Leute freuen sich auf uns und wünschen sich eine Spende.  Wir freuen uns über alle Interessierten, die mitdiskutieren wollen.

(Bitte seid vorsichtig wegen Infektionsgefahr und haltet Euch an die Abstandsregeln.)

Links zum Thema Not der Solo-Selbständigen:

Eine Petition, FAZ 06.04.20, OP 16.04.20, Zeit 4.06.20, Spiegel 16.05.20, FAZ 21.05.20, HB 12.06.20,

Ein Biber in der Bieber in Bieber!

Gestern hat ja unser Stammtisch in Bieber stattgefunden. Wir bedanken uns noch mal ganz herzlich bei Simone Roters, die uns auf unserem Naturstreifzug begleitet und uns auf viele Pflanzen und Naturphänomene aufmerksam gemacht hat. (Naturstreifzug) Beinahe wären wir nass geworden, aber das Gewitter hat doch noch in letzter Minute einen Bogen um uns herum gemacht. Das war gut für unsere Veranstaltung und schlecht für die Natur in Bieber, die Wasser dringend nötig hat.

Und damit sind wir beim Thema: Wir haben einen fleißigen Helfer bei der Renaturierung getroffen, der genau wie wir auf Streifzug war. Und zwar einen echten Biber!!! Siehe Foto! Das ist neu, bisher hieß es, es gäbe dort noch keine. Der Kollege hat sich dann aber wieder sehr schnell versteckt.

Wir nehmen das als Anlass zu fragen, wie lange es mit der Renaturierung noch dauert, denn beschlossen wurde das ja schon 2016.

Und hier noch ein paar Fotos von unserem Streifzug und dem anschließenden vegetarischen Grill:

Baldrian
Man sieht an der Vegetation, dass hier noch feucht ist.
viel Baldrian
Bach im Süden
Gräser
wir müssen Simone fragen, wie diese Blume noch mal heißt
Stumrschäden und Trockenheit
viele Ameisenhaufen
hier haben Kinder gespielt: Später gehören Naturerlebnisse zu den schönsten Kindheitserinnerungen.
Entengrütze in der Bieber
Baum und Bach
Brombeeren überall
Grillpfanne vegetarisch
es war schon dunkel, aber immer noch nicht Feierabend

Renaturierung des Bieberbachs? Gemeinsamer Naturstreifzug in Bieber mit dem Verein Erdwissen e.V.

In den letzten Monaten hat dieser Stammtisch nur online als Videokonferenz stattgefunden. Aber nun sind die Regeln ja wieder etwas gelockert, und wir dachten an einen Spaziergang draußen, wo die Ansteckungsgefahr ja viel geringer ist. Wir freuen uns sehr, dass wir von Simone Roters vom Verein Erdwissen e.V. begleitet werden.

Unser Thema ist der Bieberbach in Bieber und die schöne Natur rundherum! Dort ist ein Naherholungsgebiet für uns Offenbacher, und bei schönem Wetter trifft man viele Spaziergänger, Jogger und Radfahrer. Wir werden über Tiere und Pflanzen, wilde Orchideen, Biotope, Bienen, Streuobstwiesen, Renaturierung, Gärten, Naherholung und die Offenbacher Stadtpolitik reden.

Leider ist der Bieberbach vor Jahrzehnten begradigt worden, und dies soll rückgängig gemacht werden. Schon 2016 hat es einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung gegeben,den Bach zu renaturieren, aber leider ist bis heute nichts passiert.

Geplante Renaturierung der Bieber, Quelle: pio.offenbach.de Der lila Pfeil zeigt den Treffpunkt für unseren Streifzug
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Unser Treffpunkt nächsten Freitag, den 26.06.2020, 19:00 Uhr, ist die kleine Wegkreuzung in der Nähe des Bachs, wo früher die Pferdekoppel war, siehe Pfeil auf dem Bild. Die Obermühle ist nicht weit.

Leerstehende Supermärkte für Offenbacher Kreative?

In Offenbach stehen immer mehr Ladenlokale und ehemalige Supermärkte leer. Gleichzeitig gibt es viele Kreative mit vielen Ideen und wenig Geld: Künstler, Musikerinnen, Bierbrauer, Designer, Fotografinnen, Aktivisten, Schneiderinnen, Tänzer, Initiativen und viele mehr.

Die sollten zusammenkommen. Es wäre gut für das Stadbild, und es wäre gut, um die kreative Aufbruchstimmung in Offenbach auch während und nach der Corona-Krise weiterzupflegen.

Wir wollen überlegen, ob sich hier nicht mehrere Gruppierungen zusammenschließen können, um gemeinsam Fördergelder zu beantragen und einen solchen Ort gemeinsam zu mieten und zu pflegen.

Das wollen wir bei unserem nächsten Stammtisch besprechen. Wie kann das finanziert werden? Wie könnte man so etwas kooperativ organisieren? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen muss man beachten?

Holt Euch am Freiag, den 12. Juni 2020, 19:00, ein Getränk und klickt auf unseren Stammtischlink: https://meet.piratenpartei-hessen.de/StammtischOffenbach (Jitsi-Server, gehostet von den Hessenpiraten)

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!