Pressemitteilung: Neue Koalition will schnell freies WLAN für Busfahrgäste zur Verfügung stellen

Free WiFi„Wir wollen erreichen, dass kostenfreie WLAN-Hotspots so schnell wie möglich in den Offenbacher Bussen und an zentralen Bushaltestellen mit hohem Fahrgastaufkommen zur Verfügung gestellt werden“, so berichtet der Stadtverordnete Gregory Engels (Piraten), der bei der CDU-Fraktion hospitiert.

Engels, selbst ausgewiesener IT-Experte, sagte weiter, „Nach dem Beschluss der Bundesregierung Rechtsicherheit für die Betreiber offener Funknetze herzustellen ist der Weg nun frei, öffentliches WLAN schnell einer möglichst breiten Einwohnerzahl zur Verfügung zu stellen. Dies auch unter dem Aspekt, den ÖPNV attraktiver zu gestalten und so das Aufkommen von Individualverkehr zu verringern.“

Ein weiterer Aspekt für die frühzeitigere Einführung der Hotspots in Bussen und an Haltestellen ist die Absicht des RMV, Busfahren mit elektronischem Ticket per Handy-App zu ermöglichen. „Dadurch wird es auch erleichtert, die Fahrpreise nur nach der tatsächlichen Wegstrecke und nicht pauschal nach Zonen zu berechnen“, so Engels weiter.

„Bei Betrachtung dieser Aspekte kamen wir zu der Meinung, dass der ursprüngliche Antrag nicht weit genug geht und eine Umsetzung zu lange dauern würde. Deshalb bringt die neue Koalition einen umfassenden Änderungsantrag ein. Wir wollen Ergebnisse und keine lange Prüfung“, so Engels abschließend.

Ergänzungsantrag: Bürgerticket möglich machen, umlagenfinanzierten Nahverkehr einführen

Bürgerticket möglich machen, umlagenfinanzierten Nahverkehr einführen 2011-16/DS-I(A)0727/1

Ergänzungsantrag Piraten vom 13.07.2015

Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

Der Ursprungsantrag wird wie folgt ergänzt:

Parallel soll die Prüfung eines deutlich reduzierten Fahrpreises – z.B. eines 1-Euro-Tickets – durchgeführt werden.

Dabei soll auch beachtet werden, dass diejenigen, die schon zur Finanzierung der Preisreduktion herangezogen werden, diesen reduzierten Fahrpreis dann selbst möglichst nicht mehr entrichten müssen.

Begründung:

Die Fraktion Piraten begrüßt ausdrücklich die Intention, den ÖPNV in Offenbach auszubauen und durch möglichst niedrige Kosten in der Nutzung attraktiv zu gestalten.

Auch ist zu begrüßen, dass finanziell schlechter gestellte Bürger durch die kostenlose oder möglichst günstige Nutzung eine Entlastung erfahren.

Im RMV stellt sich bei einem Alleingang der Stadt Offenbach jedoch das Problem, dass die Kostenfreiheit von vielen genutzt werden könnte, jedoch die Kosten am Ende nur denjenigen auferlegt werden, die in Offenbach leben, dort arbeiten oder durch die Geographie bedingt es mit dem PKW durchqueren müssen.

Auch für Pendler, die nur vorbei fahren, soll es attraktiv sein vom Auto zum ÖPNV umzusteigen. Da jedoch bei freier Fahrt in Offenbach vermutlich auch die Durchfahrt kostenfrei gestellt würde, kann eine komplette Kostenfreiheit wohl nicht erreicht werden.

Die Antragsteller sind der Auffassung, dass sich mit dieser Ergänzung Lösungen finden lassen, die eine einseitige Belastung der Offenbacher vermeiden können, ohne diesen Lösungen im Einzelnen schon vorzugreifen.

Verbesserung der RMV Anbindung

Verbesserung der RMV Anbindung

Antrag Piraten vom 05.06.2015

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen und zu berichten, mit welchen konkreten Kosten und welchem Aufwand

1) Eine „RMV-Tarifeinheit“ von Offenbach mit Frankfurt umgesetzt werden könnte.

2) Eine S-Bahn-Linie fortan nicht mehr über die Station Marktplatz in Offenbach und durch den S-Bahn-Tunnel in Frankfurt, sondern über die Bahntrasse zum Offenbacher Hauptbahnhof und von dort über den Frankfurter Süden Richtung Flughafen geführt werden könnte.

Begründung:

Der Vorschlag für eine RMV Tarifeinheit zwischen Frankfurt und Offenbach findet sich im Piraten-Kommunalwahlprogram 2011. Umso erfreuter war die antragstellende Fraktion, als sie die Vorschläge der Experten des Urban Land Institute (ULI) [1,2] gelesen hat, die eben dieses in ihrem Advisory für Offenbach aufgegriffen haben. Der Vorschlag wurde laut Zeitung vom Oberbürgermeister Horst Schneider bereits mit Verweis auf die beim RMV entfallenden „einige Hundert Tausend Euro Einnahmen“ zurückgewiesen. Das erscheint der antragstellenen Fraktion zu einfach – es sollen konkrete Berechnung vorgelegt werden – die auch das dann gesteigerte Fahrgastaufkommen zwischen Frankfurt und Offenbach einbeziehen.

Die Streckenführung einer S-Bahn über den Offenbacher Hauptbahnhof würde den Frankfurter S-Bahntunnel entlasten, und auch die Anbindung Offenbachs während der dortigen kommenden Sperrungen absichern. Auch hier hätten wir gerne eine Kostentransparenz, die alle Faktoren berücksichtigt.

[1] http://germany.uli.org/news/ein-stadtraum-ohne-grenzen-uli-advisory-services-panel-zeigt-zukunftsvision-fur-frankfurt-und-offenbach-auf/

[2] http://www.op-online.de/offenbach/ideen-stadtraum-ohne-grenzen-offenbach-frankfurt-kooperieren-4986052.html